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Manchmal sind es nur kleine Differenzen, die den Unterschied im Ganzen machen. Die Politik und das Politische ist ein solch unauffälliges Wortpaar, das ein gehöriges Potential zum Gegensätzlichen besitzt. So wenig sich die Begriffe orthographisch voneinander abheben, beschreiben sie dennoch zwei Welten, die de facto kaum Ähnlichkeiten aufweisen. Wo hier die Verwaltung von Problemen im Vordergrund steht, liegt der Anspruch dort auf der Gestaltung von Aufgaben. Während in der Politik als letzte Instanz gilt, wer zuständig ist, markiert im Politischen die Verantwortung jenen Punkt, an dem sich eine Handlung auf eine Haltung zu berufen vermag. Natürlich ist dieser Unterschied überzeichnet. Doch erst in der Übertreibung wird deutlich, woran es unserer Gesellschaft fehlt: nicht an Gestal- tungskräften oder dem Gestaltungswillen, sondern an den Gestaltungsräumen. Wenn die Besetzung von Machtpositionen letztlich anhand von Parteikarrieren entschieden wird und Überzeugungen der Fraktions- disziplin geopfert werden, muss man sich nicht wundern, dass das Zusammenspiel der Individuen in einem Gemeinwesen vielerorts leidet und es am Engagement für die gemeinsame Sache mangelt. Das aber ist in dem Maße notwendig, wie das Ganze auf dem Spiel steht, ein Ganzes, in dem der Mensch überhaupt erst menschlich sein kann