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Geld und Gerechtigkeit sind nicht nur zwei Schlüsselwörter, durch die sich unsere Gesellschaft über sich selbst verständigt. Viele Menschen sehen in ihnen auch die Antwort auf elementare Fragen:

Worauf verlassen wir uns?
Wie wollen wir leben?
Was macht uns frei?

Dass es beim Geld immer um mehr geht als nur ums Geld, lässt es anfällig sein, als Heilsversprechen miss- braucht zu werden. Und dass Gerechtigkeit nicht selten stellvertretend steht für die Sehnsucht nach endgültiger sozialer Stabilität, erklärt, warum die Diktatur des allgemeinen Glücks wieder verlockt. Der neu entflammte Streit zwischen linken Umverteilungspredigern und den Jüngern des Kapitals fordert uns auf, in seine religiösen Gründe und Abgründe zu schauen